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The Grinch

Als Fotograf startet bei mir Weihnachten ja schon meist im Sommer, damit die Kampagnen bis November fertig sind. Diesmal war es noch etwas früher und zwar im Januar. Krisztina Kismic  ist genau so weihnachtsverrückt wie ich und wollte immer schon mal eine Grinch-Maske basteln. Damit das nicht vergeblich ist, habe ich ihr angeboten, das Ergebniss zu fotografieren. Und was soll ich sagen, sie sieht toll aus!

Der Grinch war ja vorher nicht eine meiner Lieblingsweihnachtsfiguren, aber wenn man sich das Video oben anschaut, versteht man ihn besser!

Im Bild oben waren wir im Niedersächsischen Kutschenmuseum, in Lilienthal,  danke dafür. Danke an Tyson (Krisztinas Hund) für sein süßes Gesichtchen.

Die Hintergründe habe ich bei Fotolia gekauft und das Freistellen hat 3W Image gemacht, toller Service für kleines Geld.

Die Haare hat uns Great Lengths zur Verfügung gestellt und  Krisztina hat sie wundervoll  grün gefärbt.

Ich werde noch einen Making-of-blog machen, also dranbleiben.

Feuersalamander 2

Feuersalamander zweiter Teil: Und wieder verkackt.

In Teil 1 habe ich euch ja schon erklärt, dass ich mir eine neue Aufgabe ausgedacht habe, Feuersalamander im Hasbruch bei Hude zu fotografieren.  Ich war ein zweites und ein drittes Mal los und darf ja wegen der Sondergenehmigung auch abseits der Pfade stromern. Der Förster hat mir auch 2 gute Stellen genannt, aber obwohl das Wetter optimal war (leichter Nieselregen und Regen bei 16*C), hab ich keinen Salamander finden können. Jetzt sinken die Temperaturen um den Gefrierpunkt, da ist Winterruhe angesagt und ich kann erst im Frühjahr weiter machen.

Damit meine Niederlage nicht ganz so bitter schmeckt habe ich hier noch ein Highlight aus dem Hasbruch fotografiert. Dies ist die Friederikeneiche, mit einem Alter von 1200 Jahren der älteste Baum im Wald und in Niedersachsen. Sein Umfang beträgt 8,11m und sie ist wahrscheinlich nach einer der beiden Töchter von Großherzog Paul Friedrich August von Oldenburg benannt.

Unten seht ihr ein paar Baumpilze, ich vermute der  Rauchblättrige Schwefelkop, wers besser weiß, darf sich gerne melden.

Für Fotografen: Ich habe die Pilze mit einem LED-Panel beleuchtet, um im Dunklen auf die richtige Verschlusszeit (1/30s bei Blende 4) zu kommen. Das hatte ich mitgenommen, um bei wenig Licht  nicht den Salamander anblitzen zu müssen. Vielen Dank dafür an Bremer Fotokontor fürs ausleihen.

Wer jetzt Lust auf den Wald bekommen hat, hier die Karte.

Feuersalamander 1

Ich will euch heute auf mein Abenteuer einen Feuersalamander zu fotografieren mitnehmen.  Ihr kennt bestimmt alle die Lurchi Hefte vom Schuhe kaufen. Auf mich machte der schlaue Salamander immer mächtig Eindruck. Den wollte ich immer mal fotografieren. Aber das ist nicht so einfach. Der Feuersalamander ist nachtaktiv und liebt Regen, bei mir ist es genau anders herum. Als ich aber vor 4 Wochen bei Hude im Urwald Hasbruch spazieren gegangen bin prangten dort Schilder mit dem Konterfei der Amphibie. Parallel habe ich Berichte gelesen, das der Lurch in Holland und Belgien schon von einem aus Asien stammenden Hautpilz  ausgerottet wurde, da wurde mir klar, dass ich jetzt los muss, bevor es zu spät ist.

Wie komme ich da ran, habe ich erst mich und dann Kollege Arne von Brill gefragt. Der gab mir die Nummer des Försters im Hasbruch, Jens Meier. Der hat Mitwochs von 16-17h Sprechstunde, also habe ich da angerufen. Das Gespräch war sehr nett, aber leider hat mir Herr  Meier erklärt, dass der Urwald Naturschutzgebiet ist und ich da nicht die Wege verlassen dürfe … es sei denn, ich hätte eine Sondergenehmigung vom Amt für Naturschutz und Landschaftspflege in Oldenburg. Challenge accepted.

Die Dame war erst im Urlaub und dann nicht sonderlich angetan von meiner Idee, da sie den Schutz des Waldes über mein Interesse stellte ein schönes Foto für einen Kalender der Metropolregion NordWest zu machen. Das kann ich nach meiner ersten Exkursion gestern auch sehr gut nachvollziehen. Denn, ihr ahnt es schon, dank der Fürsprache von Herrn Meier habe ich doch eine bis Ende Oktober befristete Sondergenehmigung bekommen. Er findet es nämlich genau so wichtig wie ich, dass wir Einheimischen wissen, wie wundervoll unsere Heimat ist und dass es bei allen Schreckensmeldungen auch gute Neuigkeiten gibt. Denn die Feuersalamanderpopulation im Hasbruch ist stabil und gesund und es sind mehrere hundert Tiere.

Ich komme aber nochmal zurück auf den Einwand der Behörde. Als ich gestern so durch den Wald gelaufen bin und nach lohnenden Motiven Ausschau hielt, fühlte ich mich tatsächlich wie ein Fremdkörper an. Alles war so naturbelassen, wie man sich einen Wald wünscht und meine Schritte haben eine Bahn der Verwüstung durch den Wald geschlagen. Das ist natürlich übertrieben, sah aber ein bischen so aus. Heute will ich versuchen noch sanfter durch den Wald zu schweben, denn, und das habt ihr aus den Fotos schon erkannt, gestern war ich trotz perfektem Nieselregenwetter erfolglos.

PS.: Falls ihr jetzt auch Lust habt durch den Hasbruch zu wandern, nur zu, aber  weicht bitte nicht von den Wegen ab, das kostet bis zu 25.000 € Strafe und ich bin gestern tatsächlich von einem Jäger kontroliert worden.

Joli Visage

Haare/Make-up Angelina Werner                                          Model Ela Bear

Als Mode-Fotograf muss man zwischendurch immer mal wieder „Testen“, also Fotos für das Portfolio machen, um am Zeitgeist zu bleiben. Ich mache das gerne mit jungen Visagistinnen, die sind genau so „hungrig“ auf gute Bilder wie ich und bringen  den Geschmack ihrer Zeit mit. Das bedeutet nicht nur andere Mode, sondern vor allem neue Make-up Visionen und andere Model-Typen. Peter Lindbergh hat als Begründer der Super-Model Generation die 80er Jahre Modelle alt aussehen lassen und jetzt brechen wir in eine Zeit auf, wo jeder YouTuber und Instagram-Star werden kann auch ganz ohne Qualifikation oder den bekannten Regeln des Model Businesses zu entsprechen. Bei Mode gibt es kein Gut oder Schlecht, sondern nur den Trend. Und meine Aufgabe sehe ich darin diese Welle zu reiten, bevor es andere machen.

Haare/Make-up Migual Oehmigen               Model Kimberly Rodowsky

Deswegen habe ich mich voller Freude in einen Testmarathon gestürzt: Ich habe den Visagistik-Schülerinnen von Joli Visage (Die “Joli Visage” ist die einzige Kosmetikschule in Bremen, die zur staatlich anerkannten Kosmetikerin und Visagistin ausbilden darf.) die Möglichkeit gegeben mir ihre Visionen zu zeigen, und zwar allen drei Klassen. Das war zwar viel Arbeit, aber nur so konnte ich die Talente besser kennenlernen und freue mich darauf mit meinen Favoriten neue Fotos für meine Mappe zu erarbeiten.

Das Beitragsbild ganz oben hat Laura Fell gemacht mit Jule Hagelstede als Model.

Haare/Make-up Aleksandra Lomza             Model Samantha Schelesny

Oldenburger Landesturnier 2017

Kleiner Veranstalltungstipp. Vom 18.07. bis 23.07.17 findet wieder das Oldenburger Landesturnier in Rastede statt. Ein sehr hochwertig besetztes Turnier das sowohl Springsport, Dressur als auch Geländefahren Vier- und Zweispänner zeigt.

Mir hat besonders gut das Vielseitigkeitsfahren mit Zwei- und Vier-Spännern gefallen, tollkühne Männer mit ihren fliegenden Pferden. Man kann sich nicht vorstellen, wie jemand Pferde mit so einem Gewicht, Tempo und Fliehkraft um die Hindernisse steuern kann. Schön ist auch, wenn doch mal ein Hinderniss gerammt wird und die Zuschauer in ein beeindruckt und gleichzeitig mitleidiges „Auooo“ stimmen.

Mein Kunde war übrigens die BCS (Bremer Catering Service), die brauchten ein paar Fotos rund um das Reitturnier und dem VIP-Zelt der BLB (Bremer Landesbank), für die sie das Catering gemacht haben. Daher habe ich für das Springfoto ganz oben auch das mit dem BLB-Logo ausgesucht. Sozusagen Productplacement, muss man heutzutage ja wohl schon dazu schreiben.  😉

Bremen Ports LEP-Licht-Test

In meinem Beruf als Fotograf habe ich ja häufig das Glück an interessanten Neuentwicklungen teilzuhaben, so auch in diesem Fall. Ich durfte für Bremen Ports die Testanlage an der Oslebshauser Schleuse fotografieren. In Zusammenarbeit mit Niedersachsen Ports , Jade Weser Port und BLG wurden auf einer Seite der Schleuse die bestehenden Leuchtmittel durch LEP (Light Emitting Plasma) ersetzt. Die andere Seite ist noch mit den alten Leuchtmitteln ausgerüstet. Auf dem Bild oben sieht man schon, um wieviel heller die LEPs sind.

Das Licht entspricht Tageslicht (5200*K (für uns Fotografen sehr wichtig!)) und soll dadurch die Arbeit für die Schleusenwärter sicherer machen. Nun wird in einem Versuch über einen Zeitraum von einem Jahr geschaut, ob es eine Energieersparnis gibt (man hofft auf 80%) und wieviel Geld man dadurch sparen kann, denn die Lampen sind teurer und halten eventuell nicht so lange. Bei einer Schleuse, die 365 Tage beleuchtet ist, kommt aber schon einiges an Energieverbrauch zusammen. Wenn der Versuch ausgewertet ist, werde ich hier natürlich durch ein Update die Ersparnis verraten!

 

Neues vom Zuckerhut

Meine Lieblingsvisagistin Andrea Jansen ist unter anderem auch Lehrerin an der Deutschen POP für Fachtheorie Visagistik. In diesem Zusammenhang gab es einen Workshop bei dem Andrea dieses tolle Headpiece gebaut hat. Ein schöner Grund, um Silja vom Studieren in Groningen abzuhalten, denn sie hat genau das Gesicht das wir brauchten. Das Headpiece besteht zum gröten Teil aus süßem Naschwerk und so war unser Arbeitstitel nur „Der Zuckerhut“!

Nachdem ich den Hintergrund Mint gestrichen hatte fehlte aber noch ein Detail: Ein Body wäre toll, langarm, Weiß, Rosa, Lachs oder Mint. Und da war natürlich mein erster Gedanke Let´s Dance in der Slevogtstrasse  in Bremen, wahrscheinlich „das“ Tanzsportgeschäft im Nordwesten. Randolf Marstaller, der Inhaber,  ist einer der wichtigen Sponsoren des Weltmeisters in der Lateinformation des Grün-Gold-Club mit Trainerlegende Roberto Albanese, und weil er so gerne hilft,  war es ihm eine Freude auch mir für unser Test-Shooting ein paar Bodys und Tutus auszuleihen. Dafür sind wir ihm sehr danbar, denn alle Beteiligten waren sich einig, ohne den Body wäre das Foto nur halb so schön.

Singapur

Eine letzte Station unserer Indonesienreise bin ich Euch noch schuldig: Singapur. Der Stadtstaat hat grade Hong Kong als wichtigster Handelsplatz Asiens abgelöst und soll 2050 die reichste Stadt der Welt sein. Das sieht man jetzt schon. In Deutschland haben Großprojekte kaum noch Verwirklichungschance, in Singapur wird alles 3 Nummern größer gedacht. Man fährt auf 10-spurigen Straßen die auch beim Formel 1-Stadtgrandprix (der Tag unserer Ankunft) angenehm frei sind.

Das liegt auch daran, dass der Autokäufer eine 10-jährige Lizenz erwirbt, sein Auto benutzen zu dürfen, die 200% des Kaufpreises beträgt. Das verhindert, dass jeder ein Auto haben will und die Straßen verstopft und spült viel Geld in die Kassen, wie uns Sylvias Kollege von Wenzel Marine, Michael Sim, erzählt, als er uns Stolz seinen neuen Audi zeigt.

Und Danny Lien erklärt uns, als wir seine Firma Amos besucht haben, dass der Staat viel Geld in modernste Technik im öffentlichen Raum aber auch in private Firmen steckt, um die Weltspitze zu erreichen. Geld das er einnimmt,  weil er das knappe Land zu unglaublich hohen Preisen verkauft.

Active Blue

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Ich arbeite schon mehrere Jahre für Active Blue. Unser erster Kontakt kam zustande als ich technische Hilfe bei meiner ersten Nessi-Pictures-Karnevalsparty brauchte und tolle Lampen, eine Disco-Kugel und Nebel zu einem tollen Preis und einem noch tolleren Service bekam. Als ich die Sachen zurückbrachte fragte Andreas Beer, ob ich ihm fotografisch nicht genauso nett entgegenkommen könnte. Konnte ich.

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Das Kerngeschäft von Active Blue ist die technische Planung und Durchführung von Events und Veranstaltungen. Ab Lager Bremen vermieten sie technisches High-end Equipment der Tontechnik, Lichttechnik, Videotechnik, Eventtechnik, Konferenztechnik und Präsentationstechnik. Und das Team wird immer größer, wie man auf meinen Fotos erkennen kann.

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Gruppenfotos sind nicht grade mein Spezialgebiet, aber dank Andreas Beers wiederholten  Anfragen habe ich mittlerweile auch damit einige Übung, und sie gefallen mir inzwischen auch ganz gut.

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„Fitting An Anchor“ für Wenzel Marine

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Der katholische Prediger und Poet Abraham a Sancta Clara hat gesagt:“Freund und Anker erkennt man, wenn sie Hilf´ in Not getan.“

Die Cosco Faith lag vor Helgoland auf Reede, weil sie wegen Sturm nicht in den Hamburger Hafen einlaufen konnte. Nachdem das Wetter sich gebessert hatte, gab es beim Lichten des Ankers eine Funktionsstörung an der Ankerwinde und die Kette mußte abgeworfen werden. Nach Kalkulation der Kosten entschied man sich den Anker zu bergen und wieder anzubringen.

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Auf meinen Fotos seht Ihr die Mitarbeiter von Wenzel Marine, wie sie erst das alte Kettenglied abgetrennt und dann ein Neues einfügt haben, das war wichtig damit der Anker nicht quer am Bug baumelt.

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Die Reparatur hat 7 Stunden gedauert und mußte nachts während des laufenden Entladevorgangs und bei 2 Grad Celsius durchgeführt werden. Da haben mich die Männer schon sehr beeindruckt mit welcher Zielstrebigkeit und Eleganz sie den 500 kg schweren Schekel mit der Kette verbunden haben. Wer also einen Freund braucht, um sein Schiff wieder flott zu machen, darf sich gerne an Wenzel Marine wenden.

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Noch ein interessanter Fakt: Nicht der Anker hält das Schiff, sondern die einzelnen Kettenglieder. Man legt zum Beispiel 5 Schäkel aus, das entspricht 125m Kette, und bei diesem Gewicht können Wind, Ströhmung und Wellen nicht mehr genug Kraft aufbringen, um die Reibungsenergie der Kette mit dem Grund zu überwinden.

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