Feuersalamander 3

Wer hätte gedacht, dass es noch einen blog „Feuersalamander 3“ geben würde?! Wer von euch mir seit mehr als 2 Jahren folgt, weiß, dass ich schon 3 mal vergeblich im Hasbruch bei Hude war, um einen Feuersalamander zu fotografieren. Dazu hatte ich eine Sondergenehmigung des Landesamts für Naturschutz, denn sonst darf man den Urwald-Teil des Hasbruch, der Naturschutzgebiet ist, nicht betreten. Wird man erwischt kostet das bis zu 50.000 €. Aber leider hatte ich kein großes Glück und habe keinen der wohl über 500 Salamander im Wald gesehen.

Das sei normal, hat mir Hr. Podloucky, der Amphibienexperte  vom Landesamt für Naturschutz, erklärt. Er würde auch desöfteren keine finden, obwohl er weiß, wo sie ihre Lieblingsplätze haben. Aber er hat mir im Frühjahr angeboten, dass ich ihn begleiten dürfte, wenn er wieder zum Salamander-Larven zählen in den Wald gehen würde.

Nach den Sommerferien hieß es, zu trocken hieß es, im Herbst, zu trocken, Ende Oktober, zu trocken. Am 2. November rief er mich dann an, heute letzte Chance bevor die Salamander in die Winterruhe gehen, ob ich mit wollte… natürlich wollte ich mit!

Salamander lieben feuchte Böden und sind nachtaktiv und daher hatten wir Glück, dass es endlich ein bisschen geregnet hatte und so fand  Hr. Podloucky nach 3 Stunden den ersten Salamander. Ein etwa 1 1/2 jähriges Männchen (ganz oben) und während ich völlig aus dem Häuschen diesen von alles Seiten fotografiert habe, hat er auch noch einen 2ten gefunden. Ein ca. 8 jähriges Männchen, wie er meinte (ich hab vergessen zu fragen , woran man das erkennt?!). Vorsichtig haben wir beide auf ein Stück Moos gesetzt, erst hab ich noch mit vorhandenem Licht fotografiert, und als es immer dunkler wurde konnte ich auch noch meinen Hensel Porty (Batteriebetriebener Studio-Blitz-Kopf) einsetzen, dadurch kann man die Hautstrucktur der Amphibien noch besser erkennen.

Es sieht jetzt zwar ein bisschen nach Terrarium aus, denn wer schleppt schon eine Blitzanlage mit in den Wald, aber ich versichere euch, es sind wilde Tiere in einem wilden Wald. Unten seht ihr übrigens Hr. Podloucky, wie er nach unserem Shooting einen Salamander sanft wieder in seine Tagesruhestätte legt.

Das Shooting hat mich sehr glücklich gemacht, denn endlich konnte ich einen Haken an diese Aufgabe machen, aber noch wichtiger, ich konnte sehen, dass wirklich Feuersalamander in meiner Heimat vorkommen. Aber das Wichtigste: sie sehen auch noch unglaublich schön aus und werden hoffentlich bald einen Kalender zieren! Lurchi lebe hoch!

Danke an Hr Podloucky für den schönen Nachmittag, Revierförster Meyer für die tollen Tips, dem Landesamt für Naturschutz in Oldenburg für die Unterstützung und einen Gruß an die „Freunde des Hasbruch“.

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