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Tag der Currywurst

Tag der Currywurst ist der 4. September, gestern konnte ich nicht schreiben, weil ich arbeiten musste, aber ich will es heute nachholen, denn die Currywurst ist ein wichtiges kulinarisches Kulturgut und mein Lieblingsfastfood. Und natürlich habe ich sie gestern zum Ehrentag in Ostrhauderfehn zum Mittag gegessen. 😉

Der Legende nach soll die Berliner Imbissbuden-Besitzerin Herta Heuwer (1913 – 1999) die Currywurst am 4. September 1949 im Stadtteil Charlottenburg erfunden haben. Und die Geschichte dazu geht so: Da in diesem Tag wenig zu tun war, begann die 1913 in Königsberg geborene Heuwer in ihrer Imbissbude an der Ecke Kant-/Kaiser-Friedrich-Straße zu experimentieren und mischte frisch geschnittenen Paprika, Paprikapulver, Worcestershiresauce, Tomatenmark und Gewürze zu einer Sauce, die sie über eine gebratene, gestückelte Brühwurst goss. Und dies soll die Geburtsstunde der uns heute bekannten Currywurst gewesen sein. Aber auch Hamburg und das Ruhrgebiet reklamieren die Erfindung für sich. Egal wer es erfunden hat: in jedem Jahr werden in Deutschland laut dem Berliner Currywurst Museum ca. 800 Millionen Currywürste verzehrt. Das zeigt doch schon mal die Beliebtheit.

Ich durfte für die Firma Keunecke die soßige Wurstspezialität fotografieren, brauchte dabei aber wieder die Unterstützung meines Lieblings Foodstylisten Robert Kanngießer. Eine Wurst für ein Foto perfekt zu braten ist nämlich ganz schön schwierig. Sie muss schön gleichmäßig braun sein, möglichst wenig schwarze stellen haben, aber auch keine nichtgebräunten. Die Wurst sollte angeschnitten sein, damit sie nicht platzt und das sollte möglichst gleichmäßig sein. Das Schwierigste aber: man muss sie innerhalb von 30 Sekunden fotografiert haben, denn beim Abkühlen wird die Haut der Wurst schnell runzelig, und sie sollte ja prall aussehen.

Für mich war dieses Shooting besonders schön, weil Frau Keuneke ihren Umsatz durch meine Fotos um das Dreifache steigern konnte, bei den Schnitzeln sogar um das 20-fache. So ein Feedback ist natürlich immer total schön, weil man sieht, dass die eigene Arbeit eine Wirkung hat und nicht nur Selbstzweck für Ästheten ist.

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