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Tag des Löwen

10 . August ist „Tag des Löwen“ und „Internationaler Tag des Löwen“ am 15. August. Der Welt-Löwen-Tag wurde 2013 von Rae Kokeš und David Youldon von dem African Lion & Environmental Research Trust ins Leben gerufen, um auf die Schutzbedürftigkeit der afrikanischen und asiatischen Löwen aufmerksam zu machen. Mit dem Welt-Löwen-Tag soll bewusst gemacht werden, das der König der Tiere inzwischen als eine stark gefährdete Tierart angesehen wird.

Etwa 20.000 Löwen leben zur Zeit noch in Afrika, vor 100 Jahren waren es allerdings noch 250.000 Tiere. 20.000 würde auf alle Fälle ausreichen, um die Art zu erhalten, aber wenn die Jagd und Vernichtung der Lebensräume für den Löwen so weiter geht, wie bisher, könnten die wilden Löwen in 20 Jahren ausgestorben sein.

Die Löwenfotos, die ihr hier seht, sind alle in der Masai Mara, dem nördlichen Zipfel der Serengeti, in Kenia entstanden. Ich schätze, Sylvia und ich haben in 4 Tagen ca. 100 verschiedene Löwen gesehen. An jeder zweiten Wegkreuzung lag ein Rudel faul rum. Löwen schlafen und dösen 20 Stunden am Tag und müssen in den verbleibenden 4 Stunden für Futter und Nachwuchs sorgen. Hier oben seht ihr wie eine Löwin ein Warzenschwein frißt und es ist schon ein gruseliges Geräusch, wenn sie mit ihrer Schleifpapierzunge die Haut durchleckt, um ans saftige Muskelfleisch zu gelangen, und wenn sie dann die Knochen des Opfers mit den Backenzähnen zermalmt, um ans Knochenmark zu kommen, denkt man schon daran, was passieren könnte, wenn man ihnen in die Fänge gelänge.

Trotz all der romantischen Fotos ist meine wichtigste Erkenntnis aus dieser Reise, dass die Natur unglaublich grausam und der Tod nur einen Katzensprung entfernt ist. Wie glücklich können wir Menschen uns schätzen, dass unser Leben kaum noch Unwägbarkeiten birgt und wir für alle Eventualitäten abgesichert sind! Wir haben Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Hausratversicherung, Polizei, da kann doch nichts mehr schief gehen? Oder …?

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