„Fitting An Anchor“ für Wenzel Marine

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Der katholische Prediger und Poet Abraham a Sancta Clara hat gesagt:“Freund und Anker erkennt man, wenn sie Hilf´ in Not getan.“

Die Cosco Faith lag vor Helgoland auf Reede, weil sie wegen Sturm nicht in den Hamburger Hafen einlaufen konnte. Nachdem das Wetter sich gebessert hatte, gab es beim Lichten des Ankers eine Funktionsstörung an der Ankerwinde und die Kette mußte abgeworfen werden. Nach Kalkulation der Kosten entschied man sich den Anker zu bergen und wieder anzubringen.

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Auf meinen Fotos seht Ihr die Mitarbeiter von Wenzel Marine, wie sie erst das alte Kettenglied abgetrennt und dann ein Neues einfügt haben, das war wichtig damit der Anker nicht quer am Bug baumelt.

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Die Reparatur hat 7 Stunden gedauert und mußte nachts während des laufenden Entladevorgangs und bei 2 Grad Celsius durchgeführt werden. Da haben mich die Männer schon sehr beeindruckt mit welcher Zielstrebigkeit und Eleganz sie den 500 kg schweren Schekel mit der Kette verbunden haben. Wer also einen Freund braucht, um sein Schiff wieder flott zu machen, darf sich gerne an Wenzel Marine wenden.

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Noch ein interessanter Fakt: Nicht der Anker hält das Schiff, sondern die einzelnen Kettenglieder. Man legt zum Beispiel 5 Schäkel aus, das entspricht 125m Kette, und bei diesem Gewicht können Wind, Ströhmung und Wellen nicht mehr genug Kraft aufbringen, um die Reibungsenergie der Kette mit dem Grund zu überwinden.

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Bali

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Hier nun der 2. Teil unserer Indonesien Rundreise: Bali.

Die Fotos zeigen unser wunderschönes Hotel Puri Bagus Candidasa das uns Katja Riedel von Inspire Yoga Walsrode empfohlen hat.

Katja fährt alle 2 Jahre mit ihren Yogaschülerinnen dorthin, damit alle ihre innere Mitte finden und das geht an diesem verträumten und romantischen Ort wundervoll einfach. Auf ihrer Seite findet ihr weiter unten die Reise für 2017. Sylvia und ich mußten nach dem strapaziösen Marsch durch den Urwald erstmal unsere Wunden lecken und den Muskelkater auskurieren.

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Und so zogen die Tage dahin und verblassen leider auch schon langsam wieder, denn der Müßiggang hinterläßt nicht so tiefe Spuren, wie das Abenteuer. Am vorletzten Tag war ich noch am Manta-Point tauchen, habe davon aber nur mittelgute Videos (ab 2.50min gibts die Mantas, einen Bambushai und eine Schildkröte), die Ihr im Video oben schauen könnt. Am letzten Tag haben wir noch eine halbe Inselrundreise gemacht und Elefanten gesehen und diese schönen Reisterrassen unten.

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Mein Fazit: Religion ist doch wichtiger als ich dachte, denn während die Moslems auf Sumatra einen sehr unausgeglichenen Eindruck machten, waren die Hindus auf Bali wirklich unglaublich entspannt, in sich ruhend, nett und manchmal auch weise.

Mobile Cocktailbar

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Ich liebe Foodfotografie, weil ein schönes Foto in meinem Gehirn gleich Lust auslöst. Für „Bremer Catering Service“ durfte ich ein paar Rezepte für „Die Mobile Cocktaibar“  fotografieren.

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Als Location hatte ich mir eine „echte“ Bar als Hintergrund gewünscht. Das ist allemal  besser als im Studio was zu bauen und da war Peter Sylvester von der „Bar Freytag“ so freundlich uns seine klassische Cocktail-Lounge zur Verfügung zu stellen.

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Dafür bin ich sehr dankbar, denn dieser wunderbar unscharfe Hintergrund ist sehr verheißungsvoll und Barkeeper Cristian Rosselli vom Bremer Catering Service konnte so seine perfekten Kreationen präsentieren. Und die waren sehr lecker, ich habe zwar nur genippt, weil ich ja noch scharfstellen musste, aber ich freue mich schon darauf mich bei ihm durch die Karte zu trinken.

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Je nach Einsatzzweck greift „Mobile Cocktailbar“ auf rollbare Theken, ultraleichte Klapptheken oder massiveres Equipment zurück. Alle Theken sind aus lebensmittelechtem Kunststoff und Edelstahl gefertigt und lassen sich optisch jeder Party-Stilrichtung anpassen – von karibischem Flair über Retro-Look bis hin zu einem modern-puristischen Aussehen.

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Ich überleg mir schon mal was für eine Party ich mit Nessi Pictures und Brandfisher schmeiße, damit Ihr (und  ich) schnellstmöglich in diesen Genuß kommt!

Sumatra

Bis vor 2 Wochen bin ich mit meiner Frau Sylvia auf einer Reise nach Sumatra, Bali und Singapur gewesen. Jetzt bin ich soweit erholt, daß ich Euch ein paar Bilder davon zeigen kann.

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Als erstes Highlight hatten wir einen Dschungel Trek in Bukit Lawang gebucht, um frei lebende Orang-Utans zu sehen. Trotz intensiven Trainings hat mich die Wanderung über die teilweise recht steilen Hügel bei hoher Luftfeuchtigkeit und 31*C über meine Leistungsgrenze geführt. Ich mußte eine Abkürzung nehmen, während Sylvia mit der Gruppe weiter ging, nur um 20 Minuten vor ihr am Lager anzukommen. Wir waren beide am Ende unserer Kräfte und es war uns einerlei, ob wir sofort sterben oder später durch Moskitostiche  an Malaria (die Wahrscheinlichkeit bei einem Stich infiziert zu werden  liegt bei 1%). Ich hab hier einen Link  für Euch, der die Reise nahezu identisch zu unserer beschreibt (nur fröhlicher), wer mag kann sich den Blog ja mal durchlesen.

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Mit etwas Abstand sind die 4 Tage Muskelkater natürlich vergessen und die Bilder entschädigen und zeigen welches Glück wir hatten, diese wundervollen Tiere in Freiheit zu sehen. Dabei meine ich nicht nur die Orang-Utans, sondern auch die Gottesanbeterinnen, den Bindenwaran, Schlangen, Gibbons, Argusfasane, Riesenwaldameisen, Thomas Languren und Makaken. Es macht einfach glücklich diese Tiere in Freiheit zu sehen. Und es macht traurig zu wissen, daß die Lebensräume für diese Tiere immer geringer werden.

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Die Abholzung der tropischen Regenwälder für Palmölplantagen ist sicher nur ein Grund für diesen Rückgang, aber im Moment wohl der schwerwiegenste. Dazu muss man wissen, dass Indonesien Land an das Malayische Ackerbaukonsortium (dahinter steckt der aus Singapur stammende  Palmöl-Produzent Wilmar International) verpachtet hat. Vorher wurden Kakao- und Kautschukbäume angepflanzt, die 8l Wasser am Tag benötigen, die Ölpalmen benötigen 20-30l am Tag. Wenn es mal einen Tag nicht regnet muss zusätzlich bewässert werden. Das Wasser wird dem Kreislauf entnommen und fehlt an anderer Stelle. Im Moment steht zu befürchten, daß das Land in 20 Jahren versteppen wird. Aber wer weiß, was El Nino bis dahin alles verändet hat. Zudem ist dieser Vertrag zeitlich begrenzt oder könnte gekündigt werden. Bleibt zu hoffen, daß es dann noch was zu retten gibt.

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Ich glaube ja an das Gute im Menschen, daher wird es bestimmt nicht zum Ärgsten kommen. Und falls doch, empfehle ich jedem schnell nochmal hinzufahren, um sich dieses einmalige Erlebnis nicht entgehen zu lassen (auch wenn der Trek durch den Wald die Hölle war!).

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(C)  Argusfasan, „Schwitzender Fotograf“ und „Bittende Hände“ Sylvia Meyer-Neßlage

The Grill

The Grill Garstufen fertig

Manchmal muss man ja Sachen fotografieren hinter denen man nicht so steht, diesmal war es das extreme Gegenteil. Ich gehe ja irrsinnig gerne ins Bremer Restaurant „The Grill“, weil es da einfach die besten Steaks der Stadt, wahrscheinlich sogar Deutschlands, gibt. Für die Werbeagentur Brandfisher sollte ich Steaks in unterschiedlichen Garstufen für das Citylight fotografieren. Ja, klingt leicht und schnell gemacht, aber wenns dann um Perfektion geht (und was anderes haben diese krossen, würzigen und extrem zarten Fleischstücke nicht verdient) dann liegt der Teufel im Detail.

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Lange Rede kuzer Sinn, natürlich habe ich das vorgegebene Zeitlimit weit gerissen, aber der Kunde braucht natürlich nichts extra zahlen, kann der ja nichts für, wenn ich so pingelig bin! Falls ich auch mal so pingelig für Euch sein soll, ruft mich einfach an und wenn nicht, geht zu „The Grill“! Hammer lecker!

The Grill Outdoor

Auge in Auge mit den Mächtigen dieser Welt

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Die Überschrift ist ja ein bisschen reißerisch, ich habe weder Angela Merkel noch Barak Obama oder Wladimir Putin fotografiert, aber ihr seht hier meine Top 4 aktueller Politiker. Im Titel ganz oben Vitali Klitschko, Bürgermeister von Kiew. Oben der Bremer Bürgermeister Carsten Sieling mit der niedersächsischen Staatssekretärin für Europa Birgit Honé. Unten den Landwirtschaftsminister Mecklenburg-Vorpommern Till Backhaus (der dienstälteste Minister im Land) und ganz  unten Bundesumweltministerin Barbara Hendricks, dem Rang nach wohl die wichtigste Person auf meinen Fotos.

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Doch auch wenn sie alle nicht zu den ganz Großen gehören, haben sie doch die Macht des politisch Gestaltens und wenn man so nah an die handelnden Personen herankommt, wie ich beim Fotografieren, kann man erkennen, dass sie alle ihr Bestes geben, um diese Welt im Rahmen ihrer Möglichkeiten ein klein bisschen besser zu machen. Wer also etwas verändern will kann ruhig in die Politik gehen und wer wählen geht nutzt sein Recht der Mitbestimmung. Ich persöhnlich würde ja eine Direkte Demokratie bevorzugen aber bis es soweit ist kann ich auch mit der Repräsentativen Demokratie leben.

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Und falls Sie, lieber Leser, Politiker sind und ein gutes Foto für Ihren Wahlkampf brauchen, buchen Sie mich und bezahlen mich von meinen Steuergeldern, die Sie als Wahlkampfkostenbeihilfe bekommen werden!

Grätenfish

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Matthias Ahrens ist der charmante Koch auf dem Bild oben, der in seinem Restaurant Grätenfish ausschließlich Fischgerichte anbietet. Vielleicht ein bisschen riskant: auf der einen Seite verzichtet er auf Kundschaft, aber auf der anderen Seite kriegt seine regionale und nachhaltige Küche schnell eine große „street credibility“ (wie es unter Hiphoppern heißt), also Glaubwürdigkeit, die wir User ja so sehr brauchen, da wir ja hinter jeder Form der Ernährung Verrat und Betrug vermuten. Verrat durch Geschmacksverstärker und Zusatzstoffe und Betrug am Mitgeschöpf, das wir verzehren wollen, welches vorher aber mit Medikamenten vollgepumt und schlecht gehalten wird.

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Ich bin ja unglaublich neugierig und daher weiß ich ganz viel über Ackerbau, Viehzucht und Tierärzte und daher weiß ich auch, daß es nicht so schlimm ist, wie viele denken (Z.B. war der Einsatz von Antibiotika in der Fischzucht mal ein Thema zur „Leistungssteigerung“, da es aber Resistenzen zur Folge hatte, hat man das schnell wieder sein gelassen (viele glauben aber das es immer noch so sei)), dennoch freut man sich, wenn man weiß, das Matthias und seine Freunde von Slow Food sich darum kümmern und  uns was gesundes zu essen geben. Man lebt schließlich nur einmal! (wahrscheinlich)

Ach ja… und unglaublich lecker ist es bei ihm auch!

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Claudia Mühlhaus Fitness Unlimited XS

Excalibur
Ich habe 1998 einen Kalender mit Claudia Mühlhaus produziert. Claudia war damals Miss Universum (Miss Universe), das weibliche Pendant zu Arnold Schwarzenegger. Der Kalender war meine erste Eigenproduktion und wirtschaftlich nur mittelmäßig erfolgreich (ich hatte mir mehr erwartet, weil wir eine super Vertriebsstruktur durch eine Fitnessmodefirma hatten) aber fotografisch waren schon 6 sehr gute Fotos dabei.

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Eins der Fotos von damals hat es jetzt als modische Fototapete in Claudias neues Fitnessstudio geschafft. Das macht mich schon ein bisschen Stolz, denn das Foto ist fast 20 Jahre alt. Das zeigt aber auch, das meine Fotografie eher klassisch ist und den Zeitgeist überdauert. Und das ist für mich ein Zeichen, das mein Weg und mein Stil gut sind die Jahrzehnte und hoffentlich Jahrhunderte zu überdauern. Und wenn dann 2500 a.D. die Medienschüler in der Ruhmeshalle der Vereinten Förderation eine Bildanalyse über eins meiner Fotos schreiben müssen, würde ich mich freuen, wenn dieses Motiv da hängen würde. Meine Vision von Pallas Athene mit einer großartigen Sportlerin als Model!

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Foto: Frank Neßlage, Christoph Bolten

Model: Claudia Mühlhaus

Haare & Make-up: Marjolijn Dubbeldam

Fashion: Prototype. Schumacher

Props: Goethe Theater

 

ungeheuer gut – tierisch effektiv