Joli Visage

Haare/Make-up Angelina Werner                                          Model Ela Bear

Als Mode-Fotograf muss man zwischendurch immer mal wieder „Testen“, also Fotos für das Portfolio machen, um am Zeitgeist zu bleiben. Ich mache das gerne mit jungen Visagistinnen, die sind genau so „hungrig“ auf gute Bilder wie ich und bringen  den Geschmack ihrer Zeit mit. Das bedeutet nicht nur andere Mode, sondern vor allem neue Make-up Visionen und andere Model-Typen. Peter Lindbergh hat als Begründer der Super-Model Generation die 80er Jahre Modelle alt aussehen lassen und jetzt brechen wir in eine Zeit auf, wo jeder YouTuber und Instagram-Star werden kann auch ganz ohne Qualifikation oder den bekannten Regeln des Model Businesses zu entsprechen. Bei Mode gibt es kein Gut oder Schlecht, sondern nur den Trend. Und meine Aufgabe sehe ich darin diese Welle zu reiten, bevor es andere machen.

Haare/Make-up Migual Oehmigen               Model Kimberly Rodowsky

Deswegen habe ich mich voller Freude in einen Testmarathon gestürzt: Ich habe den Visagistik-Schülerinnen von Joli Visage (Die “Joli Visage” ist die einzige Kosmetikschule in Bremen, die zur staatlich anerkannten Kosmetikerin und Visagistin ausbilden darf.) die Möglichkeit gegeben mir ihre Visionen zu zeigen, und zwar allen drei Klassen. Das war zwar viel Arbeit, aber nur so konnte ich die Talente besser kennenlernen und freue mich darauf mit meinen Favoriten neue Fotos für meine Mappe zu erarbeiten.

Das Beitragsbild ganz oben hat Laura Fell gemacht mit Jule Hagelstede als Model.

Haare/Make-up Aleksandra Lomza             Model Samantha Schelesny

Oldenburger Landesturnier 2017

Kleiner Veranstalltungstipp. Vom 18.07. bis 23.07.17 findet wieder das Oldenburger Landesturnier in Rastede statt. Ein sehr hochwertig besetztes Turnier das sowohl Springsport, Dressur als auch Geländefahren Vier- und Zweispänner zeigt.

Mir hat besonders gut das Vielseitigkeitsfahren mit Zwei- und Vier-Spännern gefallen, tollkühne Männer mit ihren fliegenden Pferden. Man kann sich nicht vorstellen, wie jemand Pferde mit so einem Gewicht, Tempo und Fliehkraft um die Hindernisse steuern kann. Schön ist auch, wenn doch mal ein Hinderniss gerammt wird und die Zuschauer in ein beeindruckt und gleichzeitig mitleidiges „Auooo“ stimmen.

Mein Kunde war übrigens die BCS (Bremer Catering Service), die brauchten ein paar Fotos rund um das Reitturnier und dem VIP-Zelt der BLB (Bremer Landesbank), für die sie das Catering gemacht haben. Daher habe ich für das Springfoto ganz oben auch das mit dem BLB-Logo ausgesucht. Sozusagen Productplacement, muss man heutzutage ja wohl schon dazu schreiben.  😉

Bremen Ports LEP-Licht-Test

In meinem Beruf als Fotograf habe ich ja häufig das Glück an interessanten Neuentwicklungen teilzuhaben, so auch in diesem Fall. Ich durfte für Bremen Ports die Testanlage an der Oslebshauser Schleuse fotografieren. In Zusammenarbeit mit Niedersachsen Ports , Jade Weser Port und BLG wurden auf einer Seite der Schleuse die bestehenden Leuchtmittel durch LEP (Light Emitting Plasma) ersetzt. Die andere Seite ist noch mit den alten Leuchtmitteln ausgerüstet. Auf dem Bild oben sieht man schon, um wieviel heller die LEPs sind.

Das Licht entspricht Tageslicht (5200*K (für uns Fotografen sehr wichtig!)) und soll dadurch die Arbeit für die Schleusenwärter sicherer machen. Nun wird in einem Versuch über einen Zeitraum von einem Jahr geschaut, ob es eine Energieersparnis gibt (man hofft auf 80%) und wieviel Geld man dadurch sparen kann, denn die Lampen sind teurer und halten eventuell nicht so lange. Bei einer Schleuse, die 365 Tage beleuchtet ist, kommt aber schon einiges an Energieverbrauch zusammen. Wenn der Versuch ausgewertet ist, werde ich hier natürlich durch ein Update die Ersparnis verraten!

 

Neues vom Zuckerhut

Meine Lieblingsvisagistin Andrea Jansen ist unter anderem auch Lehrerin an der Deutschen POP für Fachtheorie Visagistik. In diesem Zusammenhang gab es einen Workshop bei dem Andrea dieses tolle Headpiece gebaut hat. Ein schöner Grund, um Silja vom Studieren in Groningen abzuhalten, denn sie hat genau das Gesicht das wir brauchten. Das Headpiece besteht zum gröten Teil aus süßem Naschwerk und so war unser Arbeitstitel nur „Der Zuckerhut“!

Nachdem ich den Hintergrund Mint gestrichen hatte fehlte aber noch ein Detail: Ein Body wäre toll, langarm, Weiß, Rosa, Lachs oder Mint. Und da war natürlich mein erster Gedanke Let´s Dance in der Slevogtstrasse  in Bremen, wahrscheinlich „das“ Tanzsportgeschäft im Nordwesten. Randolf Marstaller, der Inhaber,  ist einer der wichtigen Sponsoren des Weltmeisters in der Lateinformation des Grün-Gold-Club mit Trainerlegende Roberto Albanese, und weil er so gerne hilft,  war es ihm eine Freude auch mir für unser Test-Shooting ein paar Bodys und Tutus auszuleihen. Dafür sind wir ihm sehr danbar, denn alle Beteiligten waren sich einig, ohne den Body wäre das Foto nur halb so schön.

Singapur

Eine letzte Station unserer Indonesienreise bin ich Euch noch schuldig: Singapur. Der Stadtstaat hat grade Hong Kong als wichtigster Handelsplatz Asiens abgelöst und soll 2050 die reichste Stadt der Welt sein. Das sieht man jetzt schon. In Deutschland haben Großprojekte kaum noch Verwirklichungschance, in Singapur wird alles 3 Nummern größer gedacht. Man fährt auf 10-spurigen Straßen die auch beim Formel 1-Stadtgrandprix (der Tag unserer Ankunft) angenehm frei sind.

Das liegt auch daran, dass der Autokäufer eine 10-jährige Lizenz erwirbt, sein Auto benutzen zu dürfen, die 200% des Kaufpreises beträgt. Das verhindert, dass jeder ein Auto haben will und die Straßen verstopft und spült viel Geld in die Kassen, wie uns Sylvias Kollege von Wenzel Marine, Michael Sim, erzählt, als er uns Stolz seinen neuen Audi zeigt.

Und Danny Lien erklärt uns, als wir seine Firma Amos besucht haben, dass der Staat viel Geld in modernste Technik im öffentlichen Raum aber auch in private Firmen steckt, um die Weltspitze zu erreichen. Geld das er einnimmt,  weil er das knappe Land zu unglaublich hohen Preisen verkauft.

Active Blue

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Ich arbeite schon mehrere Jahre für Active Blue. Unser erster Kontakt kam zustande als ich technische Hilfe bei meiner ersten Nessi-Pictures-Karnevalsparty brauchte und tolle Lampen, eine Disco-Kugel und Nebel zu einem tollen Preis und einem noch tolleren Service bekam. Als ich die Sachen zurückbrachte fragte Andreas Beer, ob ich ihm fotografisch nicht genauso nett entgegenkommen könnte. Konnte ich.

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Das Kerngeschäft von Active Blue ist die technische Planung und Durchführung von Events und Veranstaltungen. Ab Lager Bremen vermieten sie technisches High-end Equipment der Tontechnik, Lichttechnik, Videotechnik, Eventtechnik, Konferenztechnik und Präsentationstechnik. Und das Team wird immer größer, wie man auf meinen Fotos erkennen kann.

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Gruppenfotos sind nicht grade mein Spezialgebiet, aber dank Andreas Beers wiederholten  Anfragen habe ich mittlerweile auch damit einige Übung, und sie gefallen mir inzwischen auch ganz gut.

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„Fitting An Anchor“ für Wenzel Marine

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Der katholische Prediger und Poet Abraham a Sancta Clara hat gesagt:“Freund und Anker erkennt man, wenn sie Hilf´ in Not getan.“

Die Cosco Faith lag vor Helgoland auf Reede, weil sie wegen Sturm nicht in den Hamburger Hafen einlaufen konnte. Nachdem das Wetter sich gebessert hatte, gab es beim Lichten des Ankers eine Funktionsstörung an der Ankerwinde und die Kette mußte abgeworfen werden. Nach Kalkulation der Kosten entschied man sich den Anker zu bergen und wieder anzubringen.

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Auf meinen Fotos seht Ihr die Mitarbeiter von Wenzel Marine, wie sie erst das alte Kettenglied abgetrennt und dann ein Neues einfügt haben, das war wichtig damit der Anker nicht quer am Bug baumelt.

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Die Reparatur hat 7 Stunden gedauert und mußte nachts während des laufenden Entladevorgangs und bei 2 Grad Celsius durchgeführt werden. Da haben mich die Männer schon sehr beeindruckt mit welcher Zielstrebigkeit und Eleganz sie den 500 kg schweren Schekel mit der Kette verbunden haben. Wer also einen Freund braucht, um sein Schiff wieder flott zu machen, darf sich gerne an Wenzel Marine wenden.

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Noch ein interessanter Fakt: Nicht der Anker hält das Schiff, sondern die einzelnen Kettenglieder. Man legt zum Beispiel 5 Schäkel aus, das entspricht 125m Kette, und bei diesem Gewicht können Wind, Ströhmung und Wellen nicht mehr genug Kraft aufbringen, um die Reibungsenergie der Kette mit dem Grund zu überwinden.

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Bali

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Hier nun der 2. Teil unserer Indonesien Rundreise: Bali.

Die Fotos zeigen unser wunderschönes Hotel Puri Bagus Candidasa das uns Katja Riedel von Inspire Yoga Walsrode empfohlen hat.

Katja fährt alle 2 Jahre mit ihren Yogaschülerinnen dorthin, damit alle ihre innere Mitte finden und das geht an diesem verträumten und romantischen Ort wundervoll einfach. Auf ihrer Seite findet ihr weiter unten die Reise für 2017. Sylvia und ich mußten nach dem strapaziösen Marsch durch den Urwald erstmal unsere Wunden lecken und den Muskelkater auskurieren.

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Und so zogen die Tage dahin und verblassen leider auch schon langsam wieder, denn der Müßiggang hinterläßt nicht so tiefe Spuren, wie das Abenteuer. Am vorletzten Tag war ich noch am Manta-Point tauchen, habe davon aber nur mittelgute Videos (ab 2.50min gibts die Mantas, einen Bambushai und eine Schildkröte), die Ihr im Video oben schauen könnt. Am letzten Tag haben wir noch eine halbe Inselrundreise gemacht und Elefanten gesehen und diese schönen Reisterrassen unten.

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Mein Fazit: Religion ist doch wichtiger als ich dachte, denn während die Moslems auf Sumatra einen sehr unausgeglichenen Eindruck machten, waren die Hindus auf Bali wirklich unglaublich entspannt, in sich ruhend, nett und manchmal auch weise.

Mobile Cocktailbar

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Ich liebe Foodfotografie, weil ein schönes Foto in meinem Gehirn gleich Lust auslöst. Für „Bremer Catering Service“ durfte ich ein paar Rezepte für „Die Mobile Cocktaibar“  fotografieren.

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Als Location hatte ich mir eine „echte“ Bar als Hintergrund gewünscht. Das ist allemal  besser als im Studio was zu bauen und da war Peter Sylvester von der „Bar Freytag“ so freundlich uns seine klassische Cocktail-Lounge zur Verfügung zu stellen.

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Dafür bin ich sehr dankbar, denn dieser wunderbar unscharfe Hintergrund ist sehr verheißungsvoll und Barkeeper Cristian Rosselli vom Bremer Catering Service konnte so seine perfekten Kreationen präsentieren. Und die waren sehr lecker, ich habe zwar nur genippt, weil ich ja noch scharfstellen musste, aber ich freue mich schon darauf mich bei ihm durch die Karte zu trinken.

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Je nach Einsatzzweck greift „Mobile Cocktailbar“ auf rollbare Theken, ultraleichte Klapptheken oder massiveres Equipment zurück. Alle Theken sind aus lebensmittelechtem Kunststoff und Edelstahl gefertigt und lassen sich optisch jeder Party-Stilrichtung anpassen – von karibischem Flair über Retro-Look bis hin zu einem modern-puristischen Aussehen.

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Ich überleg mir schon mal was für eine Party ich mit Nessi Pictures und Brandfisher schmeiße, damit Ihr (und  ich) schnellstmöglich in diesen Genuß kommt!

Sumatra

Bis vor 2 Wochen bin ich mit meiner Frau Sylvia auf einer Reise nach Sumatra, Bali und Singapur gewesen. Jetzt bin ich soweit erholt, daß ich Euch ein paar Bilder davon zeigen kann.

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Als erstes Highlight hatten wir einen Dschungel Trek in Bukit Lawang gebucht, um frei lebende Orang-Utans zu sehen. Trotz intensiven Trainings hat mich die Wanderung über die teilweise recht steilen Hügel bei hoher Luftfeuchtigkeit und 31*C über meine Leistungsgrenze geführt. Ich mußte eine Abkürzung nehmen, während Sylvia mit der Gruppe weiter ging, nur um 20 Minuten vor ihr am Lager anzukommen. Wir waren beide am Ende unserer Kräfte und es war uns einerlei, ob wir sofort sterben oder später durch Moskitostiche  an Malaria (die Wahrscheinlichkeit bei einem Stich infiziert zu werden  liegt bei 1%). Ich hab hier einen Link  für Euch, der die Reise nahezu identisch zu unserer beschreibt (nur fröhlicher), wer mag kann sich den Blog ja mal durchlesen.

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Mit etwas Abstand sind die 4 Tage Muskelkater natürlich vergessen und die Bilder entschädigen und zeigen welches Glück wir hatten, diese wundervollen Tiere in Freiheit zu sehen. Dabei meine ich nicht nur die Orang-Utans, sondern auch die Gottesanbeterinnen, den Bindenwaran, Schlangen, Gibbons, Argusfasane, Riesenwaldameisen, Thomas Languren und Makaken. Es macht einfach glücklich diese Tiere in Freiheit zu sehen. Und es macht traurig zu wissen, daß die Lebensräume für diese Tiere immer geringer werden.

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Die Abholzung der tropischen Regenwälder für Palmölplantagen ist sicher nur ein Grund für diesen Rückgang, aber im Moment wohl der schwerwiegenste. Dazu muss man wissen, dass Indonesien Land an das Malayische Ackerbaukonsortium (dahinter steckt der aus Singapur stammende  Palmöl-Produzent Wilmar International) verpachtet hat. Vorher wurden Kakao- und Kautschukbäume angepflanzt, die 8l Wasser am Tag benötigen, die Ölpalmen benötigen 20-30l am Tag. Wenn es mal einen Tag nicht regnet muss zusätzlich bewässert werden. Das Wasser wird dem Kreislauf entnommen und fehlt an anderer Stelle. Im Moment steht zu befürchten, daß das Land in 20 Jahren versteppen wird. Aber wer weiß, was El Nino bis dahin alles verändet hat. Zudem ist dieser Vertrag zeitlich begrenzt oder könnte gekündigt werden. Bleibt zu hoffen, daß es dann noch was zu retten gibt.

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Ich glaube ja an das Gute im Menschen, daher wird es bestimmt nicht zum Ärgsten kommen. Und falls doch, empfehle ich jedem schnell nochmal hinzufahren, um sich dieses einmalige Erlebnis nicht entgehen zu lassen (auch wenn der Trek durch den Wald die Hölle war!).

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(C)  Argusfasan, „Schwitzender Fotograf“ und „Bittende Hände“ Sylvia Meyer-Neßlage

ungeheuer gut – tierisch effektiv